Sarnen zentimetergenau vermessen

Damit für die Weiterbearbeitung des Projekts Hochwasserschutz Sarneraa bestmöglichste Grundlagen vorhanden sind, wurde ein zusammenhängendes digitales Geländemodell erstellt. Die grosse Herausforderung für die beauftragte Trigonet AG Sarnen war dabei die Zusammenführung verschiedener Messsysteme.

Mitte September 2008 hat der Regierungsrat des Kantons Obwalden den Auftrag zur Erstellung eines zusammenhängenden genauen digitalen Geländemodells für das Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal inklusive photogrammetrischer Auswertungen erteilt. Dieser Auftrag war notwendig, weil für die Weiterbearbeitung des Hochwasserschutzprojektes Sarneraa die zur Verfügung stehenden digitalen Daten gebietsweise nicht die für das Projekt notwendige Genauigkeit aufwiesen. Rund einen Monat lang waren die Vermessungsspezialisten der beauftragten Trigonet AG Sarnen mit den Aufnahmen im Gelände beschäftigt. Nochmals gut drei Monate dauerte die anschliessende Auswertung aus den Luftbildern.

Feinmaschiges Netz

Bei herkömmlichen Landeskarten weisen die Höhenkurven in der Regel einen Abstand von 20 Metern auf. Das neue Sarner Geländemodell ist da um ein vielfaches genauer. Die Höhenkurven werden im Abstand von 25 Zentimeter dargestellt, die gemessenen Einzelpunkte sind aber wenige Zentimeter genau. «Bildlich gesprochen haben wir bei der Erstellung des Geländemodells ein feinmaschiges Netz über Sarnen gelegt», erklären die beiden Vermessungsspezialisten Peter Abry und Stephan Muri. Sie verstehen sich in erster Linie als Lieferanten von Grundlagen. Wasserbauspezialisten und Hydrologen können nun aufgrund des nun erstellten digitalen Datenmodells die weiteren Berechnungen vornehmen. Die nun erhobenen Daten ermöglichen den Wasserbauingenieuren festzustellen, wo das Wasser ab einem gewissen Seepegel hinfliesst. Sowohl Peter Abry wie Stephan Muri verweisen auf die Tatsache, dass Sarnen höhenmässig noch nie so detailgenau vermessen worden ist.

Einsatz modernster Technik

Damit Sarnen zentimetergenau vermessen werden konnte, kamen verschiedene Messtechniken zum Einsatz. «Die Herausforderung bestand darin», erzählt Peter Abry, «nach der Auswertung der Daten die verschiedenen Messsysteme zu einer Einheit zusammenzufügen.» Nebst konventionellen Messsystemen mittels Tachymeter wurde unter anderem das Bildmessverfahren Photogrammetrie eingesetzt. Im Fall von Sarnen erfolgten die Bildaufnahmen von einem Flugzeug aus. Dies hatte den Vorteil, dass der ganze Lauf der Sarneraa streifen- und blockweise abgedeckt werden konnte. Trotz Flugaufnahmen blieb den Vermessungstechnikern die Feldarbeit nicht erspart. Doch auch hier können sie auf moderne Hilfsmittel wie GPS zurückgreifen, welche ihnen die Arbeit erleichtern.

Bei der Erstellung des Geländemodells konnte zum Teil auch auf bereits bestehende Daten zurückgegriffen werden. So wurde durch die Trigonet AG 2005 bei der Sarnenaa an mehreren Orten Querprofile aufgenommen und der Seegrund wurde mittels Echolot vermessen.


15.04.2009, 10:07 Uhr


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